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KARL BOHM - BEETHOVEN: Sinfonie Nr. 6 „Pastorale“ - Ouvertüre Egmont

KARL BOHM - BEETHOVEN: Sinfonie Nr. 6 „Pastorale“ - Ouvertüre Egmont

Pro-Ject Audio Systems LPs

Musikgenre: Classico und Classica

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Artikelnummer:PJLP1

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KARL BOHM - BEETHOVEN: Sinfonie Nr. 6 "Pastorale" - Ouvertüre Egmont (PJLP1)

Wiener Philharmoniker & Karl Böhm

Eine exklusive Veröffentlichung von Pro-Ject Records!

Den Standard für analoge Reinheit setzen

Sorgfältig und liebevoll vom Original-Masterband von Georg Burdicek remastert

Diese Platte wurde in Zusammenarbeit mit Pro-Ject Audio Systems produziert, um die ursprüngliche Musik und das Klangerlebnis dieses berühmten Konzerts im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins wiederzugeben. Gepresst auf hochwertigem 180g Vinyl mit höchster Präzision von Pallas Germany.

1803 notierte Beethoven in seinem Skizzenbuch: „Bäche gurgelnd, andante molt[o], je breiter der Bach, desto tiefer der Ton“ und skizzierte die ersten Entwürfe für den Tanzrhythmus des dritten Satzes. Fünf Jahre später betitelte er die ersten drei Sätze als Szenen: „Szene: Ankunft auf dem Lande [und] Einfluß auf die Stimmung“, „Szene am Bach“ und „Szene: Frohes Beisammensein“, dem er hinzufügte: „Auch ohne Beschreibungen wird das Ganze eher als Ausdruck denn als Tonmalerei empfunden werden.“ Schließlich stellte er der Symphonie die Worte „Mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei“ voran. Obwohl die Symphonie von Natureindrücken inspiriert war (Beethoven nannte sie „Pastorale Symphonie, oder Erinnerung an das Landleben“), ist diese Komposition in F-Dur nicht dazu gedacht, Naturereignisse zu beschreiben. Vielmehr war es die Idee der Natur selbst, die sich in die Form der Symphonie ergoss und ihr fünf Sätze anstelle der üblichen vier zuwies. Thematisch ist das Werk grundsätzlich auf Dreiklängen aufgebaut. Die Eröffnung des ersten Satzes nimmt bereits das formgebende Material des folgenden Allegros vorweg, das seine charakteristische Farbe nicht zuletzt den gehaltenen Tönen verdankt, die an Dudelsäcke und Drehleiern erinnern. Die „Szene am Bach“ mit ihren onomatopoetischen Anspielungen auf Vogelgesang ist als erweitertes Rondo konzipiert. Ob der Ruf des Kuckucks bei Gustav Mahler eine besondere Saite berührte oder nicht, ein ähnlicher Ruf findet sich in der Eröffnung seiner Ersten Symphonie.

Der dritte Satz, der ein Scherzo ersetzt, schöpft seinen Charakter aus dem deutschen Tanz, der als Deutscher bekannt ist. Es ist ein mürrisches, selbstbewusstes Allegro, das direkt zum dramatischen Höhepunkt der Symphonie führt: ein musikalisches Gewitter. Hier werden Donnerschläge durch Quintolen in den Violoncelli und Kontrabässen und Regentropfen durch eine funkelnde Vier-Noten-Figur in den Violinen dargestellt. Das Finale folgt ohne Unterbrechung und kehrt noch einmal zur ruhigen Atmosphäre des ersten Satzes zurück. Beethovens Rückgriff auf die Rondo-Idee dieses Satzes in seinem späten Streichquartett op. 132 ist auf die Ähnlichkeit der Sujets zurückzuführen: Im Finale der „Pastorale“ drücken die Hirten ihre Dankbarkeit für das Ende des Sturms aus, während im Streichquartett ein zuvor von einer schweren Krankheit geplagter Mann Gott für seine Genesung dankt.

Karl Böhm, 1894 in Graz geboren und 1981 in Salzburg gestorben, nimmt eine besondere Stellung in der Geschichte der Wiener Philharmoniker ein. 1967 wurde dieser Doktor der Rechtswissenschaften als erster Person von dem Orchester der Titel „Ehrendirigent“ verliehen – eine Auszeichnung, die seitdem in der Geschichte des Orchesters nur noch einmal, nämlich 1980 an Herbert von Karajan, vergeben wurde. Die Zuneigung, die Böhm für das Orchester empfand, wird in den Worten deutlich, die er bei seinem letzten Auftritt mit den Philharmonikern sprach. Dies war die letzte Aufnahmesitzung für die Filmversion von Richard Strauss' Elektra, dessen Böhm zu seinen Lieblingsdirigenten zählte: „Ich liebte das Orchester wie einen Menschen, seit ich es zum ersten Mal hörte, ganz hinten im Parkett des Musikvereins, und seit ich zum ersten Mal Tristan an der Staatsoper dirigierte.“

Es war der Erfolg dieser Aufführung von Tristan und Isolde an der Wiener Staatsoper (deren Direktor Böhm von 1943-45 und erneut von 1954-56 war), der zu seinem Debütkonzert mit den Wiener Philharmonikern im April 1933 führte. Sein letztes Konzert gab er 1980 in Japan. Rechnet man dazu seine 667 Auftritte an der Wiener Staatsoper, so stand Karl Böhm, „Generalmusikdirektor Österreichs“, insgesamt 1430 Mal am Pult der Wiener Philharmoniker. Diese Zahl enthält nicht einmal die Aufnahmesitzungen für die zahlreichen Aufnahmen, die er in den 48 Jahren seiner Zusammenarbeit mit dem Orchester machte. Dazu gehört seine vielbeachtete Gesamteinspielung der Beethoven-Sinfonien aus den frühen 1970er Jahren, zusammen mit mehreren Ouvertüren, darunter Egmont, komponiert 1810 für eine Wiener Aufführung von Goethes gleichnamiger Tragödie. All diese Stücke sind ein beredtes Zeugnis eines musikalischen Ideals, das durch Präzision und Ausdrucksnatürlichkeit gekennzeichnet ist, und liefern einen dokumentarischen Beweis für Böhms untrügliches Gespür für das Timing.

Ludwig Van Beethoven 

LP 1 - Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 „Pastorale“

Seite A

1. Erwachen heiterer Empfindungen bei Ankunft auf dem Lande / Allegro ma non troppo

Seite B

2. Szene am Bach / Andate molto mosso

LP 2

Seite C

3. Lustiges Zusammensein der Landleute / Allegro

4. Gewitter – Sturm/Allegro

5. Hirtengesang. Frohe und dankbare Gefühle nach dem Sturm / Allegretto

Seite D - Ouverture "Egmont" op. 84

6. Musik zu Goethes Tragödie

  • Original Label: Deutsche Grammophon
KARL BOHM - BEETHOVEN: Sinfonie Nr. 6 „Pastorale“ - Ouvertüre Egmont
KARL BOHM - BEETHOVEN: Sinfonie Nr. 6 „Pastorale“ - Ouvertüre Egmont
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