ALMERIGO GIROTTO, KAMMERLIEDER FÜR GESANG UND KLAVIER - Zoccarato, Lanza
ALMERIGO GIROTTO, KAMMERLIEDER FÜR GESANG UND KLAVIER - Zoccarato, Lanza
Velut Luna
Musikgenre: Classica
Verfügbar
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Artikelnummer:CVLD281CD
ALMERIGO GIROTTO, KAMMERLIEDER FÜR STIMME UND KLAVIER (CVLD281)
Autor: Almerigo Girotto
Ausführende: Tiziana Zoccarato (Sopran), Edoardo Lanza (Klavier)
Verfügbar als: HD-Datei, CD
Titel
Zwei Veroneser Lieder nach Volksliedtexten
Conte Marin (6.53) / La Pastorela (4.27)
Vier Suiten nach Veroneser Volksversen
I Suite: Allemanda (2.31) / Siciliana (2.19) / Corrente (2.14)
II Suite: Preludio (3.23) / Fughetta (2.16) / Intermezzo (1.13) / Bagatella (1.39) / Ostinato (1.22)
III Suite: Mattinata (2.19) / Cantilena (1.42) / Finale (1.29)
IV Suite: Introduzione (2.27) / Pavana (2.32) / Gagliarda (2.02)
Triptychon nach Versen von Neri Pozza
Epitaffio a Maria (3.08) / Nozze al plenilunio (3.33) / Togli dal volto le belle mani… (2.32)
24bit/88kHz Originalaufnahme im Area Magister Studio,
Preganziol, Italien am 10. März und 1. Juni 2016
Edoardo Lanza spielt Steinway & Sons D274 Konzertflügel
vorbereitet und gestimmt von Silvano Zanta
Produktion: Velut Luna
Executive Producer: Marco Lincetto
Musikproduzent: Edoardo Lanza, Tiziana Zoccarato
Aufnahme, Schnitt, Mix und Mastering: Marco Lincetto
Design: Limage
Fotos: Marco Lincetto
Englischer Text: Patrizio Castelli
Anmerkung
ALMERIGO GIROTTO wurde 1897 in São Paulo, Brasilien, als Sohn italienischer Auswanderer blind geboren, wurde aber im Alter von zwei Jahren seiner Großmutter mütterlicherseits in Vicenza anvertraut. Im Alter von neun Jahren kam er an das Blindeninstitut "L. Configliachi" in Padua, wo er bis 1914 blieb und unter der Leitung von Luigi Bottazzo eine erste musikalische Ausbildung (Harmonie und Orgel) erhielt.
1941, unter dem Drängen von Freunden, legte er plötzlich in einer einzigen Sitzung die Prüfungen für Fuge und Komposition am "Pollini" in Padua ab und bestand sie glänzend und mit äußerster Leichtigkeit. Dies waren wichtige erreichte Meilensteine, die jedoch keine praktischen Konsequenzen hatten, da sie durch seinen zurückhaltenden Charakter und seine fatalistische Neigung zu einem umfassenden Pessimismus (der durch die schwere Kriegszeit sicherlich nicht gemildert wurde) zunichte gemacht wurden, der nicht nur den Erfolg seiner Werke, sondern sogar deren bloße Kenntnis beeinträchtigte.
Er hatte fast immer in Vicenza leben wollen, einer Stadt, mit der ihn Nostalgie und Zuneigung verbanden, und dort verbrachte er nach dem Krieg den Rest seines Lebens: ein langes Warten, ein würdiger und bewusster Übergang in das große Schweigen. So verstummte im April 1967 seine menschliche Stimme, während die Stimme des Gesangs schon viele Jahre zuvor erloschen war.
Wenn das Leben von Almerigo Girotto eine normale Dauer hatte, so war die kreative Phase, die sich ungefähr im fünfzehnjährigen Zeitraum 1925-1940 abspielte, sehr kurz: eine langsame Reifung also (die, obwohl sie für viele Künstler charakteristisch ist, bei ihm eher durch seine Lebensumstände erklärt wird), gefolgt von einem vollständigen Verzicht (und dieser wird durch seine Psychologie erklärt).
Unter den vielen enthusiastischen Meinungen seiner Zeitgenossen zitieren wir hier symbolisch, was Franco Abbiati im Corriere della Sera schrieb, am Tag nach dem Konzert, das 1947 (in diesem Jahr wurde Girotto auch beim venezianischen Festival für Zeitgenössische Musik vorgestellt) von berühmten Interpreten im Angelicum gegeben wurde: "Seine Werke für Gesang, für Violine, für Klavier zeigen eine spirituelle Reife und eine konstruktive Logik, die den besten modernen Komponisten würdig sind. Ihr Inhalt ist oft dramatisch, ihre Sprache oft hart und gewalttätig, ihre Textur wird bis zu keuschen, fragilen, sanft lyrischen Ausdrücken verfeinert..."
Betrachtungen über Almerigo Girottos Lieder für Gesang und Klavier
Was an Almerigo Girottos Kompositionen, insbesondere an seinen Liedern, wirklich bemerkenswert ist, ist die bewundernswerte Kombination aus Tradition und Moderne, respektvollem Klassizismus und sehr persönlicher Originalität, solider Kompositionstechnik und frischer melodischer Spontaneität, die es ihm gelingt, auch den volkstümlichen Charakter der von ihm vertonten Texte im Veroneser Dialekt wirkungsvoll wiederzugeben.
Obwohl Girotto eine solide tonale Basis beibehält, handhabt er mit Eleganz und Leichtigkeit dichte und dissonante harmonische Kombinationen, manchmal deutlich polytonal, und verwendet stets vielfältige, interessante und angemessene rhythmische Formeln und klangliche Effekte.
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