Kategorie: Pietro Alessandro Pavona

Pietro Alessandro Pavona (1728 - 1786)

Er wurde am 15. Juni 1728 in Palma als Sohn von Francesco di Pietro, einem Veroneser, der in der venezianischen Garnison diente, und Giovanna Casoti geboren. Über seine Jugendjahre und Ausbildung ist nichts bekannt; es wird überliefert, dass er ein Schüler von Bartolomeo Cordans war, aber es gibt keine dokumentarischen Beweise dafür, außer der Kopie eines Motette von Cordans, die vom jungen P. angefertigt wurde. Im Alter von zwanzig Jahren empfing er in Udine die Klerikertonsur und trat 1749 in das Kapitelkollegium von S. Maria Assunta in Cividale del Friuli ein.

Im Jahr 1751, nach dem Tod des Organisten Giuseppe Zanchetti, wurde P. einstimmig zu seinem Nachfolger gewählt. Sein erstes datiertes eigenhändiges Werk stammt aus diesem Jahr. Im Dom von Cividale widmete er sich der Lehrtätigkeit, der Auswahl, Komposition und Leitung von Musik bei den wichtigsten liturgischen Festen. Er erhielt Aufträge von den Bruderschaften der Battuti und des Santissimo Crocifisso sowie vom weltlichen Haus der Ledigen von Udine zwischen 1778 und 1786; und Einladungen, musikalische Aufführungen zu leiten, von der Basilika des Heiligen in Padua 1761, über den Dom von Udine anlässlich des feierlichen Einzugs des neuen Erzbischofs G. G. Gradenigo 1762, nach Grado 1772 zusammen mit dem Organisten Luigi De Grassi, bis nach Tolmezzo 1773.

1777 widmete er der Äbtissin des Klosters S. Maria di Aquileia, Maria Redigonda dei signori di Maniago, eine Sammlung geistlicher Lieder für Sopran und Orchester. Für Palma schrieb er 1784 ein Introitus zur Seligsprechung des Heiligen Laurentius von Brindisi. Seine musikalische Praxis erschöpfte sich nicht in den ihm auferlegten Pflichten, sondern reichte auch in den profanen Bereich. Am 25. Januar 1757 drohte Patriarch Daniele Delfino den Kapellmeistergehilfen von Cividale mit Suspendierung, falls sie weiterhin „als Musiker“ während der Karnevalszeit an den Theateraufführungen teilnehmen würden, die den Stadtadel betrafen und von denen vielleicht noch Spuren in Arien und Sinfonien unbekannter Herkunft erhalten sind.

Am 17. Oktober 1786 starb er im Alter von nur achtundfünfzig Jahren in Manzano im Haus der Foscolini. Die meisten seiner bekannten Werke sind als eigenhändige Manuskripte an dem Ort aufbewahrt, wo er mindestens sechsunddreißig Jahre lang tätig war, nämlich in der Pfarrei S. Maria Assunta in Cividale del Friuli, im kapitularischen Musikarchiv, in siebenunddreißig Bänden, einundzwanzig Konvoluten und weiteren verstreuten Einheiten in den verschiedenen Beständen, insgesamt 284 Einheiten, sowohl als einzelne Stücke als auch in Anthologien.

Pietro Alessandro Pavona