Kategorie: Antonio Caldara

Antonio Caldara (Venedig, 1670 – Wien, 28. Dezember 1736) war ein italienischer Komponist.

Er war einer der bekanntesten Komponisten seiner Zeit und wurde sowohl als Opernkomponist als auch als Komponist von Oratorien und Kirchenmusik geschätzt.

Vielleicht ein Schüler von Giovanni Legrenzi in Venedig, war er Sänger und Cellist von San Marco. Im Jahr 1699 zog er nach Mantua, wo ihm die Stelle des „Maestro di Cappella, da Chiesa e da Teatro“ (Kapellmeister, für Kirche und Theater) des extravaganten Herzogs von Mantua, Ferdinando Carlo, zugewiesen wurde.

1708 reiste der Komponist zu den Habsburgern nach Spanien: Seine Kammerkomposition Il più bel nome, geschrieben für die Hochzeit Karls III. von Spanien, dem Bruder Kaiser Josephs I., mit Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel, war die erste italienische Oper, die in Barcelona aufgeführt wurde. Später reiste er nach Rom, wo er Werke für Kardinal Ottoboni schrieb und wo er wahrscheinlich Georg Friedrich Händel und die Familie Scarlatti kennenlernte. Hier trat er 1709 die Nachfolge Händels als Hauskomponist und Kapellmeister des Fürsten Francesco Maria Ruspoli bis 1716 an.

1711 heiratete er Caterina Petrolli, die als Altistin für Fürst Ruspoli arbeitete. Nach der Wahl Karls III. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches im Jahr 1711 ließ er sich schließlich dauerhaft in Wien nieder, wo er ab 1717 das Amt des Vizekapellmeisters am kaiserlichen Hof bekleidete, dessen Inhaber Johann Joseph Fux war, und eine Tätigkeit ausübte, deren Dimension nur mit der von Komponisten wie Antonio Vivaldi, Alessandro Scarlatti und Händel vergleichbar ist. 1736 starb er in Wien und wurde im Stephansdom beigesetzt.

Antonio Caldara